

Schlangen und Drachen – Perfektionisten im Schuppenkleid
Die Faszination, die Schlangen auf Beobachter in allen Zeiten und Kulturen ausgeübt haben, ergreift auch Naturwissenschaftler. Sie versuchen seit dem 17. Jahrhundert, die besonderen Fähigkeiten dieser lautlos dahin gleitenden Lebewesen, ihre evolutionäre Abkunft oder die Geheimnisse ihres todbringenden Giftes zu ergründen. Im naturkundlichen Teil der Ausstellung “Schlangen und Drachen“ werden Forschungsergebnisse zur Biologie und Evolution der Schlangen dargestellt. Lebende Schlangen, Museumspräparate – darunter viele Leihgaben aus großen zoologischen Sammlungen Deutschlands und Österreichs, Filme und Videoanimationen – veranschaulichen das Thema. Die natürlichen Vorbilder der Drachen – Fossilfunde, Warane oder Segelechsen – werden ebenfalls diskutiert.
Mit über 3000 Arten auf allen Kontinenten sind Schlangen ein äußerst erfolgreiches Produkt der Evolution. Gegenüber ihren echsenartigen Vorfahren haben sie ihren Körperbau extrem vereinfacht, aber den Schädel zu einem perfekten Instrument zum Töten und Verschlingen großer Beutetiere umgewandelt. Ober- und Unterkieferknochen haben sich vom übrigen Schädel gelöst und agieren unabhängig. So kann Beute verschlungen werden, die den doppelten Durchmesser des Schlangenkörpers hat.
Die Sinnesleistung der Schlangen sind außerordentlich und umfassten hochempfindliche chemische Sensorik und bei manchen Gruppen auch Infrarot-Wahrnehmung. Mit der Schlange in ihrer Umwelt beschäftigt sich der zweite Teil der Ausstellung. Ihre Strategien zum Schutz vor Feinden soweit die verschiedenen Fortpflanzungsweisen sind Aspekte der Biologie, ohne die Schlangen nicht verstanden werden können.
***



Wir alle kennen sie, diese kleinen flinken wuseligen Tierchen: Die Eidechsen. Zirka zehn Zentimeter lang sind sie, schlank und flink. So schlank, dass sie in jede Ritze, unter jeden Stein passen. So flink, dass sie schon weg sind, bevor sie gesehen werden. So gut getarnt, dass sie sie sich eigentlich gar nicht verstecken müßten. Auf den Westkanarischen Inseln Teneriffa und La Palma lebt eine endemische Art. Ihr wissenschaftlicher Name ist Gallotia. Sie sind groß und kräftig, im Vergleich zu den normalen Eidechsen. Richtige Herkulesse unter den Eidechsen. Und wie es bei den Kraftprotzen so üblich ist, muß natürlich auf diese Besonderheit hingewiesen werden. Sie tun das mit einer enormen Farbenpracht. Dieses männliche Exemplar war zirka 30 Zentimeter lang. Die Weibchen sind in der Regel etwas kleiner und weniger farbenfroh. Bis zu 50 Zentimeter lange Rieseneidechsen wurden 1996 im Teno Gebirge entdeckt. Der Riesenwuchs, Gigantismus genannt, ist auf der Insel El-Hierro noch ausgeprägter. So ist auch dieses Exemplar nur halb so groß wie die 75 Zentimeter Exemplare auf El-Hierro oder Gomera. Einige dieser Tiere wurden in Fallen gefangen und auf Fuerteventura ausgesetzt. Red.
***
Es ist oft so: Man kommt zu seinem Hobby durch Zufall. Obwohl wir sonst nie etwas über diese Tiere gewusst und uns auch nie dafür interessiert hatten, wuchs uns dann allerdings eine Probierphase zu einem Hobby heran. Wir bekamen ein Terrararium samt Inhalt, nämlich zwei kleinen Leopardengeckos, geschenkt. Die Geckos waren damals winzig und scheu. Selten bekamen wir sie anfangs zu sehen. Jedoch hatten sie schnell begriffen, wenn jemand kam, sich am Terrarium zu schaffen machte, gab es Leckeres zu fressen. Inzwischen haben sie ihre Scheu verloren., sind groß und kräftig geworden. Ihre Wohlgenährtheit kann man gut erkennen an ihrem Schwanz. Je kräftiger der Schwanz, desto besser sind sie gefüttert. Dabei brauchen sie nur einmal in der Woche Futter. Dann allerdings gibt es z.B. saftige proteinhaltige Mehlwürmer. Von Stefan aus Oldenburg
***
