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Mit Tontafeln fing es an. Nein, viel früher! Vorläufer unserer Bildbände waren wohl die Felszeichnungen der Steinzeitmenschen. Sie malten wohl mit Stöcken im Sand, und sahen traurig zu, wie der Wind die frühen Kunstwerke wieder verschwinden ließ. Ein ganz schlauer schlug dem Wind ein Schnippchen. Die Werke wurden im wahrsten Sinne des Wortes verewigt! Höhlenmalereien und Felsritzungen haben tatsächlich viele tausend Jahre überdauert. "Petroglyphen" nennen die Wissenschaftler in Fels geritzte Botschaften. Dann aber ging es vor 5000 Jahren los mit z.B. Kassenbüchern aus Tontafeln. Erste Gebäude bekamen Werbeplakate an die Hauswände, auf denen Könige und andere prominente Persönlichkeiten die eigenen Vorzüge priesen. Die alten Ägypter hatten eine elegante Variation erfunden: Papier. Das Papier machte den Schritt zum Buch möglich.
Bücher sind Freiheit, nicht umsonst ist das lateinische Wort "liber" (frei) in vielen Sprachen gleichbedeutend mit Buch. Neben den elektronischen Medien soll das Buch weiterbestehen, das wünschen wir uns. Deshalb werden wir in lockerer Folge auf unserer Buchseite interressante Bücher vorstellen.


 

Es ist da! Lang hat es gedauert, nun ist es auf dem Markt präsent.

Das Buch über das "Geheimnisvolle Moor".
Seit vielen Tausend Jahren gibt es Moore. Vor diesen vielen Tausend Jahren, vor der letzten großen Eiszeit, gab es auch schon Moore. Dinos trampelten schon über weichen Torf, da gab es noch keine Menschen, die Balkontöpfe mit den braunen Fasern vollstopften.
Das war auch ganz gut so, denn hätte damals schon jemand die Idee gehabt, alles abzubauen, was nicht weglaufen kann, gäbe es weder Kohle noch Erdöl!
Genau, Erdöl ist nichts anderes als ururururalter Torf.
Verrückt was? Der ururalte Torf, der erst zur Kohle dann zu Erdöl geworden ist, wird dazu genutzt, den jungen Torf industriemäßig so schnell abzubauen, dass die Torfmoore unwiederbringbar verschwinden. Wohin verschwinden sie? In Blumentöpfe zum Beispiel!

Natürlich hat niemand etwas gegen Blumen, und wenn Torf gut für Blumen ist, hat auch niemand etwas gegen Torf in Blumenkästen. Das Problem ist, dass alles in Hochgeschwindigkeit ratzkahl platt gemacht wird.
Obwohl lange schon bekannt ist, dass unser Torfmoor viele Tausend Jahre braucht um auf das Niveau des letzten Jahrhunderts zu wachsen,
dass die Trockenlegung der Moore das Klima schädigt,
dass wichtiger Lebensraum der heimischen Flora und Fauna zerstört wird,
dass trockengelegtes Moor nicht einfach wiedervernässt werden kann und damit zum ursprünglichen Torfmoor wird, man treibt den Raubbau immer weiter voran.

Ein Hochmoor wächst pro Jahr einen Millimeter!
Das ist 1 Zentimeter in 10 Jahren, 10 Zentimeter in 100 Jahren!

1 Meter Torf bedeutet Tausend Jahre Geschichte!

Gut recherchierte Informationen, fantastische Fotografien, spannende Geschichten, finden Sie in dem Buch "Geheimnisvolles Moor".

Fotos: Hartmut Päsler

Text:   Hartmut Päsler

Erschienen im: Verlagshaus Schlosser

ISBN: 978-3-86937-179-5

Geheimnisvolles Moor

 

 

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